Ausstellung 
Orsolya Farkas


Zwischen Acryl und Digital Painting

Was fasziniert uns an Bäumen? Orsolya Farkas findet in ihm eine alte Kraft, welche sie anzieht. Die Wurzeln eines Baumes gehen tief in die Erde, während seine Äste hoch in den Himmel ragen. Die Verbindung zwischen Himmel und Erde nennt man „Axis Mundi“. Die Weltenachse steht für die Verbindung zwischen den Sterblichen und den Engeln. Bäume sind wie die Menschen, die immer zwischen zwei Extremen kämpfen, stets nach Gleichgewicht strebend. Orsolya Farkas lebt nach dieser Dualität und dies ist der Grund, weshalb sie diese Thematik in ihrer Kunst anwendet. Sie bildet meist einzelne Bäume ab, wobei es nicht um die Einsamkeit geht, sondern viel mehr um den Zustand des Geistes. Gestalten ist für die Künstlerin ein authentisches Mittel der Selbstdarstellung und ein Symbol der ständigen Erneuerung.

Bereits in der Kindheit der heute 38-jährigen Künstlerin war das Zeichnen allgegenwärtig. Die Person, die ihr Interesse am Zeichnen geweckt hatte, war ihr Vater. Während des Studiums geriet die Kunst in den Hintergrund und erst nach der Geburt ihres ersten Kindes fand sie Stift und Papier wieder. Das Thema Baum zog die Künstlerin in seinen Bann und motivierte sie, neue Ausdrucksformen zu entdecken. Sie wandte sich dem Pinsel zu und entdeckte die Acrylfarben für sich. Ihr Weg führte schliesslich zu den digitalen Medien, wodurch sie Kinderthemen wie Monster, Hexen und Feen für sich entdeckte. Vor rund drei Jahren begann Orsolya Farkas mit Procreator zu arbeiten und, obwohl sie dem Eingriff der modernen Technik in die Kunst skeptisch gegenüber steht, hat sie diese neue Art des Zeichnens fasziniert.

Die Künstlerin erwartet alle Interessenten zu ihrer Vernissage mit Apéro am Freitag, 8. März um 19 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 5. April und kann von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 22 Uhr im Gemeinschaft-szentrum „In der Au“ besichtigt werden.